Fakten
Thema Erneuerung des Straßenraums
Finanzierung Städtebaulicher Denkmalschutz
Gesamtkosten 1,77 Mio. €
Baukosten -
Zeitplanung Baubeginn 2013 / Fertigstellung voraussichtlich 2016


Straßen um das Engelbecken und den Michaelkirchplatz

Das Engelbecken und der Michaelkirchplatz bilden als Teil des Luisenstädtischen Kanals einen wesentlichen Bestandteil des von Peter Joseph Lenné um 1840 geplanten Grünzuges. Während der Kanal selbst in den 1920er Jahren seine Funktion und physische Ausprägung verlor, blieben auch nach der Kriegszerstörung der Michaelkirche die robuste Grundstruktur dieser Raumfolge im Stadtgrundriss sowie große Teile der Randbebauung erhalten. Mit der Erneuerung der Straßen um das Engelbecken und den Michaelkirchplatz soll der historische Zusammenhang mit den Gartendenkmalen des Grünzuges am Luisenstädtischen Kanal wiederhergestellt werden.

Die Straßenbaumaßnahmen dienen der denkmalgerechten Erneuerung der historisch wertvollen Doppelplatzanlage Michaelkirchplatz und Engelbecken. Die ursprüngliche Symmetrie und Einheitlichkeit der umgebenden Straßenräume werden unter Erhalt besonderer geschichtlicher Spuren, wie dem Verlauf der Berliner Mauer, wiederhergestellt. Historische Materialien und Gestaltungselemente werden erhalten, wiederverwendet und ergänzt. Neben der Erneuerung der Fahrbahnen werden zusätzliche Gehwegvorstreckungen und Querungshilfen für Fußgänger in den Einmündungs- und Kreuzungsbereichen sowie neue Radverkehrsanlagen vorgesehen. Ebenso sollen die Verwendung lärmreduzierender Beläge sowie eine Erneuerung und Ergänzung der öffentlichen Beleuchtung zur Verbesserung der Verkehrssituation und zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität beitragen.

Der Baubeginn verzögerte sich im mehrfach aufgrund zusätzlich notwendig gewordener Abstimmungen mit den Berliner Wasserbetrieben, der Verkehrslenkungsbehörde Berlin sowie umfangreicher Munitionsbewegungen. So konnten die Erneuerungsarbeiten der Fahrbahnen, Gehwege und der Straßenbeleuchtung im Bereich des Michaelkirchplatzes und dessen Umgebung seit 2013 nur schrittweise erfolgen. Für das Bauvorhaben hat die Senatsverwaltung Fördermittel aus dem Bund-Länder-Programm Städtebaulicher Denkmalschutz in Höhe von 1,77 Millionen Euro bereitgestellt.