Fakten
Thema Neubau einer Verkehrsfläche
Finanzierung Mittel aus Einnahmen aus Ausgleichsbeträgen
Gesamtkosten ca. 3,1 Mio. €
Baukosten ca. 2,8 Mio. €
Zeitplanung Baubeginn 2015 / Fertigstellung voraussichtlich 2017


Wilhelmine-Gemberg-Weg (ehem. Stichstraße Holzuferblock)

Der Wilhelmine-Gemberg-Weg verbindet die Köpenicker Straße mit dem Spreeufer. Auf der Höhe der Köpenicker Straße 50 führt der Weg zwischen dem Hochtief-Gebäude und dem Deutschen Architekturzentrum (DAZ) zum Spreefeld-Areal. Die Straße ermöglicht eine Erschließung der anliegenden Wohn- und Gewerbegrundstücke und stellt zugleich einen öffentlichen Zugang zum Spreeufer her.

Konzeption und Gestaltung

Konzipiert als gemischte Verkehrsfläche für Autos, Fußgänger und Radfahrer wird ein hochwertiger Stadtraum mit Nutzungsangeboten für die Anlieger und die Öffentlichkeit entstehen. Die Straße wird als verkehrsberuhigter Bereich ausgewiesen (sogenannte „Spielstraße“). Das bedeutet, dass Autos nur mit Schrittgeschwindigkeit fahren dürfen und die gesamte Straßenfläche den Fußgängern zur Verfügung steht. Fahrbahn und Gehwege werden baulich kaum voneinander abgegrenzt. Sie erhalten eine Deckung aus hellem Granitstein. In den Seitenbereichen sind Sitz- und Aufenthaltsmöglichkeiten, Fahrradbügel, eine „Tankstelle“ für Elektroautos sowie einige Kfz-Stellplätze geplant. Entlang der Fahrgasse werden rot blühende Kastanien gepflanzt.

 

Für Kraftfahrzeuge ist der Weg von der Köpenicker Straße nur bis zur Alten Seifenfabrik befahrbar. Das letzte Stück zum Spreeufer ist Fußgängern und Radfahrern vorbehalten. Sie können das Spreeufer künftig barrierefrei erreichen. Die neue Wegeverbindung ist ein weiter Baustein zur Erschließung des Spreeufers für die Öffentlichkeit.

Planung und Durchführung

Auf Grundlage des festgesetzten Bebauungsplans I-32b hat das Land Berlin von 2012 bis 2016 alle erforderlichen Teilflächen von privaten Grundstückseigentümern erworben. In der Regie des bezirklichen Straßen- und Grünflächenamts wurden 2012/2013 Planungsverfahren sowie Abstimmungen mit den anliegenden Eigentümern, Nutzern und Medienträgern durchgeführt. Im April 2013 fand eine öffentliche Informationsveranstaltung im DAZ statt. Im Ergebnis entwickelte das Garten- und Landschaftsarchitekturbüros Dipl.-Ing. Stefan Haan die abschließende Straßenplanung.

 

Nachdem bereits 2014 bauvorbereitenden Maßnahmen und provisorische Medienerschließungen für das Spreefeld-Areal vorgenommen wurden, erfolgten 2015/2016 die Tiefenenttrümmerung sowie Leitungsarbeiten für Frischwasser, Abwasser, Fernwärme, Telekommunikation sowie Strom und Gas. Anfang 2017 begannen die abschließenden Straßenbaumaßnahmen des ersten Bauabschnittes zwischen Köpenicker Straße und Alter Seifenfabrik. Die Fertigstellung dieses Bauabschnittes ist für Ende September/ Anfang Oktober 2017 geplant. Dem öffentlichen Verkehr wird der Bauabschnitt am 11. Oktober 2017 feierlich übergeben.

 

Ab Oktober 2017 beginnen die Bauarbeiten für den zweiten Bauabschnitt zwischen der Alten Seifenfabrik und dem Spreeufer. Hier werden Wegeflächen angelegt, Fahrradständer aufgestellt und Pflanzflächen vorbereitet. In Abhängigkeit vom Witterungsverlauf werden die Baumaßnahmen vorraussichtlich im Fühjahr 2018 abgeschlossen sein. Mit der Ausführung der Bauarbeiten ist die Firma EUROVIA beauftragt.

 

Die Straßenplanung (Entwurfsplanung zur BPU) steht hier und im Downloadbereich zur Verfügung.

 

Kosten und Finanzierung

Für den Bau des Wilhelmine-Gemberg-Wegs sind Kosten in Höhe von ca. 2,8 Mio. Euro veranschlagt. Die Finanzierung erfolgt aus bezirklichen Einnahmen aus Ausgleichsbeträgen.



 

             
 
Wer war Wilhelmine Gemberg?
Sie war Kaufmannsfrau und Mitglied im Luisenstädtischen Wohltätigkeitsverein und gründete 1829 einen Frauenverein, um "die Armen in der Hütte des Elends aufzusuchen, ihnen Gottes Wort und äußere Hilfe zu bringen".