Fakten
Thema Erneuerung des Straßenraums
Finanzierung Städtebaulicher Denkmalschutz
Gesamtkosten ca. 375.000 € (geplant)
Baukosten ca. 350.000 € (geplant)
Zeitplanung Planung 2017 bis 2018 / Baubeginn voraussichtlich 2019


Ohmstraße

Die Ohmstraße ist eine historisch bedeutsame Anwohnerstraße im Fördergebiet Luisenstadt Mitte. Die im 18. Jahrhundert angelegte Straße ist Bestandteil des Denkmalbereichs „Mietshäuser Ohmstraße 4, 5, 7, 9, 10“, der auch einen Teil des öffentlichen Straßenraums umfasst. Das Denkmalensemble bezeugt mit seinen überlieferten historischen Details die Wohnverhältnisse in einer kleinen und engen Vorstadtstraße Berlins.

Signifikant ist die geringe Straßenbreite der alten Berliner Gasse von nur ca. 7,00 m einschließlich des Seitenraums. Der Straßenquerschnitt kollidiert mit den heutigen Anforderungen. Den Straßenquerschnitt müssen sich Kfz-, Lkw- und Radverkehr teilen. Da die geringen Gehwegbreiten für den Fußgängerverkehr ein Problem darstellen, weichen auch die Fußgänger häufig auf die Fahrbahn aus. Das Konfliktpotential zwischen den Verkehrsteilnehmern ist daher sehr hoch. Die Ohmstraße ist zudem durch Fremdverkehr in Form von Taxen (nächtlicher Club-Verkehr, Umgehung Kreuzung Brückenstraße/ Köpenicker Straße) und Baufahrzeugen belastet.

Für den Fuß- und Radverkehr stellt sie eine wichtige Verbindung zwischen der Köpenicker Straße und der Rungestraße sowie dem Spreeuferbereich dar und ist als solche zu stärken. Ihre verkehrliche Bedeutung als Fuß- und Radwegeverbindung zum Spreeufer wird im Zuge der zukünftigen Spreeuferentwicklung weiter steigen und macht eine Aufwertung des Straßenraums erforderlich. Die Ohmstraße soll unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten erneuert werden. Die Erneuerung des Straßenraums zielt dabei in erster Linie auf eine Neugliederung und Neugestaltung der Verkehrsfläche ab.

Das Verkehrskonzept sieht zur Vermeidung gebietsfremden Verkehrs und vor dem Hintergrund der geringen Straßenbreite einen niveaugleichen Ausbau und die Ausweisung als verkehrsberuhigten Bereich vor. Durch verkehrsberuhigende Maßnahmen würden der historische Straßencharakter und die denkmalgeschützte Gebäudesubstanz deutlich besser zur Geltung kommen und der Fußgänger- und Radverkehr gestärkt werden. Die Finanzierung erfolgt aus bezirklichen Mitteln aus Ausgleichsbeträgen.