Infrastruktur- und Bevölkerungsentwicklungsanalyse

 

Im August 2013 beauftragte das Bezirksamt Mitte eine Arbeitsgemeinschaft der Planungsbüros argus GmbH und S.T.E.R.N. GmbH mit der Erarbeitung einer Infrastruktur- und Bevölkerungsentwicklungsanalyse für die Nördliche Luisenstadt.

Ziel des Gutachtens war die Untersuchung der Entwicklung der Bevölkerung in den nächsten 15 Jahren und die Ableitung von Handlungsbedarfen für die infrastrukturelle Versorgung des Gebiets. Denn bereits seit Jahren erfolgt eine starke Neubautätigkeit für Wohnen. Dies bleibt nicht ohne Auswirkungen auf die Versorgung der Einwohner mit Schulen, Kitas, Freizeiteinrichtungen sowie Grün- und Freiflächen. Untersucht wurde die gesamte Nördliche Luisenstadt, bestehend aus den Planungsräumen Heinrich-Heine-Straße Ost und West, sowie der „Verflechtungsbereich“ am Spittelmarkt.


Das Gutachten wurde im März 2014 vorgelegt und mit den Fachbehörden des Bezirks und den Sanierungsgremien abgestimmt. Zu den wesentlichen Ergebnissen gehören:

  • Bis 2027 ist mit einem Zugang von ca. 4.700 zusätzlichen Wohnungen zu rechnen.

  • Die Einwohnerzahl steigt von von ca. 14.000 (2012) auf ca. 24.000 (2027).

  • Die Bevölkerung verjüngt sich. Die Kinderanzahl wird sich bis 2027 mehr als verdoppeln, der Seniorenanteil bleibt konstant.

Für die infrastrukturelle Versorgung bedeutet das einen steigenden Handlungsbedarf. Während die Versorgung bis 2016 ausreichend war, bauen sich bei fortschreitendem Wohnungsneubau ab 2017 Defizite auf. Zu den vorgeschlagenen „Gegenmaßnahmen“ der Gutachter gehören:

  • Reaktivierung des Standorts Adalbertstraße 53 als Grundschule

  • Erneuerung und Kapazitätsausbau von bestehenden Kindertagesstätten

  • Schaffung von ein bis zwei „großen“ Kindertagesstätten (je 90-100 Plätze)

  • Integration von mehreren „kleinen“ Kindertagesstätten in Neubauvorhaben

  • Qualifizierung und Ausbau bestehender Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen

  • Qualifizierung und Erweiterung von öffentlichen Grünflächen und Spielplätzen


Die Infrastruktur- und Bevölkerungsentwicklungsanalyse soll als Grundlage für künftige Standortplanungen und den (prioritäre) Einsatz von Fördermitteln dienen.

Zum Download stehen hier bereit:

  • Endbericht Infrastruktur- und Bevölkerungsentwicklungsanalyse, März 2014 (Kernteil ohne Anhänge)

  • Präsentation im Sanierungsbeirat am 31.03.2014 (Kurzfassung der Ergebnisse)