Städtebaulicher Rahmenplan Luisenstadt

 

Der Städtebauliche Rahmenplan Luisenstadt vom Februar 2010 ist ein bezirksübergreifendes Konzept zur Entwicklung der Luisenstadt in den Bezirken Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg. Wesentliches Ziel des Rahmenplans ist eine nachhaltige Entwicklung der Luisenstadt integrierend bzw. ganzheitlich einzuleiten und zu verstetigen. Die Missstände im Stadtgefüge sollen behoben werden, indem die Wohnnutzung ausgebaut und qualifiziert sowie die öffentlichen Freiflächen und die Verkehrssituation verbessert werden. In diesem Zuge soll das Zusammenwachsen der unterschiedlichen Quartiere in der Luisenstadt in einem engen Dialog zwischen Bewohnerinnen und Bewohnern sowie lokalen Akteuren gefördert werden.

Abgrenzung Städtebaulicher Rahmenplan Luisenstadt
Abgrenzung Rahmenplan +

Auf Grundlage der Analyse des Bestands hebt die Untersuchung die Entwicklungspotenziale sowie städtebauliche Missstände und Funktionsschwächen der Luisenstadt hervor. Die Erkenntnisse werden durch die Sicht der Bürgerinnen und Bürger sowie der Gebietsakteure ergänzt und ein Integriertes Entwicklungskonzept im gemeinsamen Dialog erarbeitet. Das Konzept betrachtet die Themen Städtebau, Verkehr, Grünflächen und Naturschutz sowie soziale Infrastruktur.

Aufbauend auf den Vorbetrachtungen, werden sechs Schwerpunktbereiche mit besonders hohem Handlungs- bzw. Steuerungsbedarf identifiziert. Dazu gehören der Wallstraßen-, Holzufer-, Stallschreiber-, Sebastian-, Dresdener - und Annenblock. Für diese Bereiche werden vertiefende Teilkonzepte entwickelt. Für die konzeptionellen Schwerpunkte werden Maßnahmen und Strategien erarbeitet sowie verfahrensrechtliche und finanzielle Optionen aufgezeigt.

Auf Grundlage der Erkenntnisse des Städtebaulichen Rahmenplans Luisenstadt wurde veranlasst, den Teilbereich der Nördlichen Luisenstadt, der im Rahmenplan als "Investitionsraum Strukturwandel" gekennzeichnet ist, als Sanierungsgebiet festzulegen. Der Rahmenplan beinhaltet die wesentlichen Grundzüge der Sanierungskonzeption.